Das Projekt
Tanz in Bonn ist die gemeinsame Plattform des Mittelzentrums Zeitgenössischer Tanz Bonn. Dahinter stehen zwei wichtige Institutionen der Bonner Tanzszene: das Theater im Ballsaal und der Tanzgenerator Bonn im Kulturzentrum Brotfabrik.
Unter der Federführung der Choreograf:innen Rafaële Giovanola und Karel Vaněk haben sich beide Häuser zu einem in Nordrhein-Westfalen besonderen Modell zusammengeschlossen. Bereits seit 2008 arbeiten sie daran, zeitgenössischem Tanz in Bonn mehr Sichtbarkeit und Gewicht zu verleihen.
Dazu gehören Festivals, Residenzen und Kooperationen – allen voran das Internationale Bonner Tanzsolofestival, aber auch Formate wie Into the Fields und die Beteiligung am Festival tanz nrw.
Eine lebendige Tanzszene braucht Sichtbarkeit – auf der Bühne und im Netz.
Ausgangssituation
Kulturwebsites haben eine besondere Dynamik. Programme wechseln. Produktionen benötigen eigene Inhalte. Spielstätten ändern sich. Künstler:innen müssen vorgestellt werden. Termine, Tickets, Workshops und Begleitprogramme müssen schnell auffindbar sein. Und nach dem Festival sollen Inhalte nicht einfach verschwinden, sondern Teil eines wachsenden Archivs werden.
Für Tanz in Bonn haben wir mit Jimdo Creator eine Plattform geschaffen, die genau diese redaktionelle Beweglichkeit ermöglicht und trotzdem eine eigenständige visuelle Identität besitzt.
Projektziele
Im Mittelpunkt standen:
- Umsetzung mit Jimdo Creator
- eigenständige visuelle Präsentation der Tanzplattform
- flexible Abbildung wechselnder Festivals und Programme
- detaillierte Künstler:innen- und Produktionsseiten
- übersichtlicher Veranstaltungskalender
- Integration externer Ticketprozesse
- Darstellung unterschiedlicher Spielstätten
- Aufbau eines langfristigen Programmarchivs
- Präsentation von Residenzen und Kooperationen
- mobile Optimierung
- unkomplizierte redaktionelle Weiterentwicklung
Die Website sollte dabei nicht selbst zur Hauptdarstellerin werden. Sie sollte der Kunst den Raum geben, den sie benötigt.
Warum Jimdo Creator?
Gerade bei einem Kulturprojekt mit regelmäßig wechselnden Programmen ist eine unkomplizierte redaktionelle Pflege entscheidend. Jimdo Creator bietet dafür eine pragmatische Grundlage.
Programme können aktualisiert, neue Produktionen angelegt, Künstler:innen vorgestellt und Serviceinformationen angepasst werden, ohne für jede Veränderung technische Entwicklung zu benötigen.
Gleichzeitig haben wir genügend gestalterischen Spielraum, um aus der Plattform keine typische Baukasten-Website entstehen zu lassen. Das CMS bleibt im Hintergrund – Programm, Künstler:innen und Tanz stehen im Vordergrund.
Umsetzung
Die Informationsarchitektur ist bewusst nah am Veranstaltungsbesuch aufgebaut: Programm. Kalender. Tickets. Spielstätten. Service.
Aktuell bildet die Website beispielsweise das 9. Internationale Bonner Tanzsolofestival ab. Das Programm führt vom 17. bis 30. April 2026 internationale Künstler:innen und Nachwuchspositionen zusammen und verteilt sich auf Theater im Ballsaal, Tanzgenerator Bonn und Bundeskunsthalle.
Jede Produktion erhält dabei ihren eigenen Raum mit Künstler:innen, Terminen, Spielort, Beschreibung, Bildern und Ticketzugang. Der Kalender bietet parallel die schnelle chronologische Orientierung.
Damit funktioniert die Plattform für zwei unterschiedliche Nutzungssituationen: Entdecken, was interessant ist – oder schnell finden, wann und wo etwas stattfindet.
Besonderheiten
Besonders interessant ist die redaktionelle Tiefe, die innerhalb der Jimdo-Struktur entstanden ist.
Tanz in Bonn präsentiert nicht nur Veranstaltungen. Künstlerische Hintergründe, Choreograf:innen, Hochschulkooperationen, Workshops, Artist Talks und inzwischen auch Tanzfilm bekommen eigenen Raum. Beim aktuellen Tanzsolofestival kooperiert Tanz in Bonn erstmals mit dem Moovy Tanzfilmfestival.
Gleichzeitig werden praktische Informationen ernst genommen. Dazu gehören Spielstätten und Anfahrt ebenso wie ausführliche Hinweise zur Barrierefreiheit, Rollstuhlplätzen, Early Boarding und Content Notes.
So verbindet die Website künstlerischen Anspruch mit funktionierender Besucherkommunikation.
Ergebnis
Entstanden ist eine Jimdo-Creator-Website, die sich mit dem Programm immer wieder verändern kann, ohne ihre grundlegende Struktur zu verlieren.
Festivals werden zu eigenen digitalen Erlebnisräumen. Einzelne Produktionen erhalten Sichtbarkeit. Besucher finden Termine und Tickets. Spielstätten werden miteinander verbunden. Vergangene Programme bleiben im Archiv erhalten. Und die beteiligten Institutionen treten unter einer gemeinsamen digitalen Klammer auf.
Dass die Plattform bis heute aktiv für umfangreiche Programme genutzt und kontinuierlich weiterentwickelt wird, macht sie für uns zu einer besonders schönen Jimdo-Referenz. Die Website weist Fruits & Harvest auch weiterhin als verantwortliche Agentur aus.
Warum dieses Projekt interessant ist
Weil Webdesign für Kunst anders funktionieren muss als Webdesign für Unternehmen. Hier geht es nicht darum, ein Produkt möglichst effizient zu verkaufen.
Die Website muss Neugier erzeugen, Orientierung geben und anschließend zurücktreten, damit Künstler:innen, Bilder und Produktionen wirken können. Gleichzeitig muss sie im Veranstaltungsalltag ausgesprochen funktional sein.
Programm. Termin. Spielort. Ticket.
Vier Informationen, die im richtigen Moment wichtiger sind als jede gestalterische Idee.
Tanz in Bonn verbindet deshalb kulturelle Identität mit sehr pragmatischer digitaler Kommunikation.
Technologien
- Jimdo Creator
- individuelles Webdesign
- HTML / CSS
- Responsive Design
- Veranstaltungsarchitektur
- Programmdarstellung
- Künstler:innen- und Produktionsseiten
- Veranstaltungskalender
- Ticketintegration
- Spielstättenintegration
- Programmarchiv
- Barrierefreiheitsinformationen
- Social-Media-Integration
- laufende Jimdo-Betreuung
Unser Fazit
Tanz in Bonn gehört zu den Jimdo-Projekten, bei denen das System vollkommen nebensächlich wird. Entscheidend ist, was darauf stattfindet.
Zeitgenössischer Tanz. Internationale Künstler:innen. Nachwuchs. Experimente. Festivals. Workshops. Gespräche. Und Begegnungen zwischen Kunst und Publikum.
Das Mittelzentrum versteht sich selbst als Netzwerkpartner für Künstler:innen und Institutionen und möchte Raum für Experiment, Dialog und Austausch schaffen.
Unsere Aufgabe ist es, dieser ständig wechselnden kulturellen Arbeit eine verlässliche digitale Bühne zu geben.




